Bilanzpressegespräch am 02.03.2015

Die Volksbank Sauerland ist weiter auf Wachstumskurs!

Presseveröffentlichung in der Westfalenpost vom 3. März 2015

Die Volksbank stellt der Presse die Zahlen aus 2014 vor.

Sehen Sie hier weitere Infos zu dem Bilanzpressegespräch:

  • Bilanzsumme wächst gleichmäßig durch Einlagen-und Kreditgeschäft
  • Volksbank Sauerland weiter auf Wachstumskurs / Volksbank bleibt auf Erfolgskurs
  • Zuwachs in Bilanz und Kundengesamtvolumen
  • Niedrigzinsphase mit erheblichen Auswirkungen auf Sparer und Anleger

Die Volksbank Sauerland hat wieder ein erfolgreiches Geschäftsjahr hinter sich. Der Anstieg der  Bilanzsumme war getragen durch das deutliche Wachstum im Kredit- und Einlagengeschäft. Die Marktanteile wurden dabei weiter ausgebaut.

Nach einem herausforderndem Jahr durch das politisch gewollte niedrige Zinsumfeld freue man sich  umso mehr über ein so starkes Ergebnis der Bank, so die Vorstandsmitglieder Dörner und Eschbach unisono. Das es dennoch ein erfolgreiches Jahr war, liegt an der konsequenten Ausrichtung unseres erfolgreichen Geschäftsmodells und dem Vertrauen unserer Mitglieder und Kunden. Sie motivieren uns immer wieder zu Höchstleistungen. „Als regionale Volksbank „atmen“ wir mit der heimischen Wirtschaft und deren Entwicklung. Unsere ganzheitliche Kompetenz in den Kerngeschäftsfeldern macht uns stark, muss aber tagtäglich verteidigt und gesichert werden“ so Vorstandsmitglied Christian Eschbach. 

Die Volksbank Sauerland genießt bei den Mitgliedern und Kunden großes Vertrauen. Dieses Vertrauen und die damit verbundene Wertschätzung spiegelt sich auch in der Bilanz des Jahres 2014 wider. Jürgen Dörner zum Erfolgsgeheimnis der Volksbank Sauerland: „Wir sind ein Stück Heimat“.

Die Bilanzsumme der Volksbank Sauerland überstieg erstmals die 1,3 Mrd. € Grenze (1.309,9 Mrd. €; + 2,83 % ggü. dem Vorjahr).

Die Neukreditvergabe an unsere Privat- und insbesondere Firmenkunden beläuft sich auf rd. 150 Mio. €. Um das bilanzielle Wachstum von rund 37 Mio. €  (4,64 %) zu erreichen, müssen erst einmal rd. 115 Mio. € an Tilgungen und Fälligkeiten aufgefangen werden. „Dies war auch in 2014 eine Herausforderung für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“  so Christian Eschbach. Einen Grund sieht Eschbach darin, dass die Volksbank (wie der Name schon sagt!!) ganz nah am Kunden ist, und bei den finanziellen Überlegungen der Unternehmen und auch privaten Investoren von Anfang an mit involviert ist.

Auch im Baufinanzierungsgeschäft konnte die Volksbank abermals punkten. Inklusive vermittelter Darlehen wurde eine Neugeschäft von über 73 Mio. €  erreicht ( knapp 400 Finanzierungen).  Damit ist das Thema „rund um die Immobilie“ ein Kerngeschäftsfeld der Volksbank. Das Vermittlungsgeschäft bei der langfristigen Finanzierung  von Immobilien an unsere verbundeigenen Hypothekenbanken  war mit einem überdurchschnittlichen Plus von  8,2 % beim vermittelten Volumen und einem „satten Plus“ von 10% bei den Provisionen wieder eine solide Basis für das Baufinanzierungsgeschäft und sorgte so für eine gelungene Symbiose von Immobilienvermittlung und Baufinanzierung.

Während das Finanzierungsgeschäft von dem niedrigen Zinsumfeld profitierte, brachte es im  Einlagengeschäft für die Sparer stark rückläufige Zinserträge.  „Die Zinsen für klassische Bankeinlagen waren noch nie so niedrig wie heute“, so Christian Eschbach. Die bilanziellen Kundengelder stiegen trotz der niedrigen Zinsen um 3,57%  auf 926 Mio. € . Umso stärker bewertet der Volksbank-Vorstand  das Wachstum auf der Einlagenseite der Bankbilanz und wertet dies als Vertrauensbeweis der Anleger gegenüber der Bank. Offenbar werde die Volksbank als sicherer Hafen für die Einlagen der Kunden betrachtet.  Was das niedrige Zinsniveau für viele Anleger im privaten, aber auch im institutionellen Bereich   bedeute, darauf ging Vorstandmitglied Jürgen Dörner ein. „Die Folgen der Niedrigzinsphase sind für viele Privatanleger aber auch für Pensionskassen und Pensionsfonds, letztlich auch für die Lebensversicherer, eine mittlere Katastrophe“. Zinserträge, die bei der Altersversorgung fest eingeplant waren, werden nicht mehr erreicht und bringt die Hochrechnungen  und Planungen ins Wanken. 

Vor den Hintergrund des erwarteten Zinsniveaus war es für den Vorstand der Bank absehbar, dass  sich der für 2014 geplante Zinsüberschuss leicht reduzieren würde.  Dies ist nicht eingetreten.  Der Zinsüberschuss erhöhte sich sogar gegenüber dem Vorjahr um 332 T€ oder 1,28%. Erfreulich auch die positive Entwicklung beim Provisionsüberschuss. Hier ist eine leichte Steigerung um 243 T€ (+3,11 %) festzustellen. Auch die Ergebnisse der beiden Töchter, der Immobilien GmbH und der Bank-Versicherung-Agentur waren erfreulich: die Gewinnabführung an „die Mutter“ betrug  602T€.  Alles in allem wird das Ergebnis dazu führen, dass Eigenkapital der Bank - als besten Schutz gegen die Unwägbarkeiten, die das Bankgeschäft nun mal mit sich bringt -  deutlich zu stärken. „Dadurch“, so beide Vorstände im Gleichklang, „sind wir bei einem Eigenkapital von knapp 87Mio. € in der Lage, jeden vertretbaren Kreditwunsch aus der Region zu erfüllen“.

Ein weiteres Dauerthema sind für die regionalen Banken die überbordenden regulatorischen Anforderungen der Bankenaufsicht. Der Vorstand der Bank appellierte an die EU-Politik, nicht alle Banken über einen Kamm zu scheren. Zunehmende Meldepflichten und eine unangemessene Beteiligung am europäischen Restrukturierungsfonds kosten der Bank viel Geld und erfordert entsprechende „Man-Power“.  Wobei die steigenden Verbraucherschutzanforderungen seitens der  Volksbank durchaus positiv gesehen werden, wenn hier Augenmaß und gesunder Menschenverstand bei den Überlegungen an den Tag gelegt werden.

Traditionell stehen die Bedürfnisse der Mitglieder und der Kunden im Fokus . „Hierzu haben wir nochmals viel Geld in die Hand genommen, um unsere Philosophie der genossenschaftliche Beratung ein Stück weiter voran zu bringen. Auch für 2015 werde dieses Projekt weiter im Fokus stehen“, so Vertriebsvorstand Christian Eschbach. Neben Investitionen in Beratung und Vertrieb sind aber auch Kostenstrukturen auf den Prüfstand zu stellen. Derzeit wird an einem Projekt über die Struktur unserer Geschäftsstellen gearbeitet. Wir erwarten hier die Ergebnisse in wenigen Wochen. Die Frequenz unserer Kunden in den Geschäftsstellen einhergehend mit der demographischen Entwicklung hat diese Überlegungen notwendig gemacht.“ Wir stehen nach wie vor zu regionalen Präsenz, aber mal ganz ehrlich, dafür muss unsere Bank nicht  in jedem Ortsteil vertreten sein“ so beide Vorstände unisono. Wir werden zu gegebener Zeit in den betroffenen Regionen ein einen  Dialog mit unseren Vertretern, Mitgliedern und Kunden eintreten.

Mit genau 1.422 neuen Mitgliedern konnte in 2014 eindrucksvoll belegt werden, dass die Volksbank Sauerland hier einen klaren Vertrauensbeweis der Kunden erhalten hat. Die Nähe zum Kunden und die regionale Wertschätzung des gelebten genossenschaftlichen Gedankens sind wichtige Zeichen für diese sehr erfreuliche Entwicklung. „ Mehr als jeder zweite Kunde ist auch Mitglied und somit Teilhaber seiner Bank“ so Jürgen Dörner.

Das die Volksbank Sauerland der Region auch jenseits der Finanzgeschäfte eng  verbunden ist, unterstreicht das regionale Engagement  der Bank von Brilon bis Voßwinkel durch Spenden und Sponsoring in den verschiedensten Bereichen unserer Gesellschaft. Mit 238 T€  sind Kindergärten, Schulen, Jugendgruppen, Senioren und sonstige kulturelle, sportliche und karitative Einrichtungen tatkräftig unterstützt worden. Übrigens, zwei Geschäftsstellen (Ramsbeck und Berge ) feiern in diesem Jahr ihr 125-jähriges Bestehen. Dies, so Jürgen Dörner, wolle man mit den Mitgliedern gebührend feiern.