„Volksbank Sauerland eG schließt das Geschäftsjahr 2012 sehr erfolgreich ab“

Vorstand zeigte sich auf der Vertreterversammlung „sehr zufrieden“ mit Verlauf und Ergebnis des zurückliegenden Geschäftsjahres – 1,28 Mio. Euro Dividende für 33.427 Volksbank-Mitglieder

Meschede/Arnsberg. „Der nachhaltige Erfolg der Volksbank Sauerland eG begründet sich insbesondere in dem genossenschaftlichen Geschäftsmodell. Wir haben unsere Stärke in der Region, in unserem Geschäftsgebiet, einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis gestellt. “, so die Vorstandsmitglieder Jürgen Dörner und Christian Eschbach. Wenn das so ist, hat die Volksbank Sauerland eG auch im Jahr 2012 alles richtig gemacht. „Wir sind mit unseren Mitgliedern und Kunden in unserer Wirtschaftsregion sehr erfolgreich gewachsen. Und dies, obwohl die sogenannten „Wachstumsbedingungen 2012“ bezogen auf die gesamte Bankenbranche alles andere als gut waren“. „Nach wie vor spüren wir natürlich auch im Sauerland die Auswirkungen der Finanzmarktkrise, insbesondere in Form eines verschärften Wettbewerbs, historischer Niedrigzinsen und immer wieder neuer regulatorischer Anforderungen“ so die Vorstandsmitglieder Jürgen Dörner und Christian Eschbach anlässlich der Vertreterversammlung in der Stadthalle in Meschede. „Sie sind Miteigentümer einer Bank, die mit genossenschaftlichen Werten, guten Beziehungen zu Mitgliedern und Kunden, einem innovativen Dienstleistungsangebot, einem starken Netzwerk in der Region sowie Ertragskraft und Eigenkapitalstärke überzeugt“. Da es nur positive Mitteilungen und der Vorschlag zur Ausschüttung einer 6%igen Dividende für die insgesamt 33.427 Mitglieder (rd. 1,28 Mio. €) gab, votierten die gewählten Vertreter einstimmig für den vorgelegten Jahresabschluss, die Verwendung des Bilanzgewinns in Höhe von 2,8 Mio. Euro sowie für die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat.

„Wir haben sehr erfolgreiche und von unseren Mitgliedern und Kunden nachgefragte Geschäftsfelder besetzt, von denen wir ausgehen, dass sie nicht nur heute, sondern auch in Zukunft tragfähig sind“. Von einer Krise oder gar einer Kreditklemme war auch im vergangenen Jahr bei der Volksbank Sauerland nichts zu spüren. Im Gegenteil: Die Verankerung mit der Region und den Menschen, ein nachhaltiges und funktionierendes Geschäftsmodell haben zu einer Intensivierung der Geschäftsbeziehung mit den Mitgliedern und Kunden geführt.

Mit diesen Worten führte Vorstand Christian Eschbach die knapp 145 Vertreterinnen und Vertreter sowie Mitarbeiter und Gäste aus Politik und Wirtschaft, während der Vertreterversammlung, in eine interessante Bestandsanalyse.

Vorstand Christian Eschbach stellte in seinen Ausführungen das sicherlich wichtigste strategische Ziel einer Genossenschaftsbank den Vertretern vor: „Unverrückbar mit dem Genossenschaftsgedanken ist die generationsübergreifende Zukunftssicherung das alles überlagernde Gebot. Wir sind und wir bleiben ein verlässlicher Partner – auch bei schärferen Eigenkapitalanforderungen. Wir wollen und werden uns weiterhin intensiv um unsere Mitglieder und Kunden kümmern. Wenn uns das wie bisher gelingt, werden wir auch künftig die finanzielle Stabilität und den wirtschaftlichen Erfolg der Bank sichern. Hier sind wir sehr zuversichtlich, dass und dies auch gelingt“.

Er zeigte sich in seinem Bericht zur Lage gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen „ sehr zufrieden“ mit Verlauf und Ergebnis des zurückliegenden Geschäftsjahres. „ Wir können Ihnen für das Geschäftsjahr 2012 ein gutes Jahresergebnis vorlegen“, so Christian Eschbach.

Mit einem Plus von 3,0 Prozent (+ 35 Mio. €) auf 1,216 Mrd. Euro entspricht die Bilanzsumme – „nach wie vor eine wichtige Messgröße für Größe und Geschäftsumfang einer Bank“ so Jürgen Dörner - einer kontinuierlichen Entwicklung im Jahresverlauf. Dieser Zuwachs ist in einem äußerst schwierigen und sehr volatilen Umfeld solide und passt zur Gesamtsituation des Jahres 2012. „Vor diesem Hintergrund sind und waren wir auch in schwierigen Zeiten in der Lage, erfolgreich zu arbeiten“. Zudem sind gemessen am ordentlichen Ergebnis erfreuliche Ertragszahlen erreicht worden. Drei Kernaussagen bestätigen dies:    1. Das operative Ergebnis liegt deutlich über dem Planwert; 2. Die Kosten liegen im Plan; 3. Die Risikolage ist weiter entspannt. Diese Kriterien lassen erneut die Zahlung von rund 1,28 Mio. Euro als Dividende an die Mitglieder zu.

Erfreut zeigte sich der Vorstand mit der Entwicklung des Finanzierungsgeschäftes. Mit 776 Mio. Euro ist der Forderungsbestand nach Verrechnung von Kredittilgung gegenüber dem Vorjahr um rd. 7,3% gestiegen. Damit war Volksbank Sauerland eG auch im Jahr 2012 als Kreditgeber gefragt. „Das Vertrauen in eine nachhaltige Geschäftsbeziehung zu unserer Bank und unsere „Bodenhaftung“ haben uns Marktanteile gewinnen lassen“ erläuterte Jürgen Dörner. „Wir sind und bleiben ein verlässlicher Partner in der Region und für die Region. Die Zahlen lassen keinen Gedanken an eine Kreditklemme aufkommen“. Dabei kommt den Investitionsfinanzierungen in die erneuerbare Energiegewinnung wie Windkraftanlagen, Wasserkraftanlagen, Solar- und Biogasanlagen besondere Bedeutung zu. Erfreuliche Perspektiven für die Zukunft ergeben sich auch im Privatkundenbereich bei Investitionen in beispielsweise energiegewinnenden Photovoltaikanlagen und energieeinsparenden Umbau- und Renovierungsmaßnahmen. Damit hat die Volksbank Sauerland auch im Jahr 2012 in der Region  die seit Jahren aufgebaute hohe Beratungs- und Betreuungskompetenz im Bereich der erneuerbaren Energien gestärkt.

Dass die Mitglieder und Kunden der Volksbank Sauerland auch und gerade in schwieriger Zeit die Treue gehalten haben, lässt sich besonders am Kundenvermögen ablesen: zum 31. Dezember verwaltete die Volksbank ein bilanzielles Kundenvermögen von über 845 Mio. Euro – 3,5% mehr als vor Jahresfrist. „Alle Kundeneinlagen sind bei uns zu 100 Prozent sicher. Viele Mitglieder und Kunden wollen, und das ist rückwirkend betrachtet auch nachvollziehbar, dass ihr Vermögen konservativ und völlig sicher angelegt ist“. Zusammen mit den Guthaben bei den genossenschaftlichen Verbundpartnern erreichte das Kundengesamtvermögen 1,316 Mrd. Euro (+ 5,5% ggü. 2011). „Wir werten dieses als deutliches Zeichen des Vertrauens unserer Mitglieder und Kunden in die Kompetenz, Verlässlichkeit und Stärke unserer Bank“ so Jürgen Dörner.

Neben einer Vielzahl von Spenden - 2012 über 225.000 Euro - an kulturelle, sportliche, caritative sowie gemeinnützige Einrichtungen von Brilon bis Voßwinkel kann auch die öffentliche Hand angesichts von knapp 3,4 Millionen Euro Steuern zufrieden sein.

Nach dem Vorstandsbericht informierte Aufsichtsratsvorsitzender Prof. Dr. Volker Verch über die Sitzungen des Aufsichtsrates und leitete die anstehenden Wahlen zum Aufsichtsrat. Die turnusmäßig ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder Friedhelm Bötzius (Sundern) und Hermann Vogt (Hüsten) wurden einstimmig wiedergewählt und für 3 Jahre im Amt bestätigt.

Gemäß § 24 Abs. 5 der Satzung war eine Wiederwahl von Heinz Gierse in den Aufsichtsrat nicht mehr möglich. Prof. Dr. Verch dankte Heinz Gierse für seine engagierte Mitarbeit im Aufsichtsrat.

Da mit dem Ausscheiden von Heinz Gierse die „Wunschstärke“ des Aufsichtsrates von 9 Personen unterschritten würde, hat der Aufsichtsrat eine Zuwahl vorgeschlagen. Bei der anschließenden Abstimmung wurde Meinolf Niemand - Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Südwestfalen – einstimmig in den Aufsichtsrat gewählt.

Zum Abschluss berichtet der Aufsichtsratsvorsitzende Prof. Dr. Verch über den aktuellen Stand sowie die weitere Vorgehensweise zum Fusionsvorhaben zwischen der Volksbank Sauerland und der Volks- bank Hellweg. „Wir haben einen offenen Fusionsprozess, in dem unsere Führungskräfte, der Betriebsrat und die Mitarbeiter voll eingebunden sind. Auch die Öffentlichkeit ist frühzeitig über die Pläne informiert worden“. Eine entscheidende Rolle im gesamten Kommunikationskonzept der beiden Volksbanken werden die Vertreterinnen und Vertreter der insgesamt 66.601 Mitglieder spielen. Bevor diese dann im Oktober über die Fusion abstimmen, sollen diese auf Veranstaltungen in den einzelnen Wahlbezirken im Vorfeld umfassend informiert werden.